I. Iran-Reise 1974
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Regionalbeilage für Laatzen, Pattensen,
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Nach einem Jahr Planung mit Kleinbus in den Iran
Rund ein Jahr lang hat der Laatzener Studienassessor
Gerhard Voigt mit Schülern seiner Klasse an der hannoverschen
Bismarckschule eine Studienfahrt nach Persien geplant. Am Montag ist er mit
sechs Schülern der Oberstufe losgefahren. In zwei Kleinbussen soll die
große Reise bewältigt werden.
Auf die Idee ist die Gruppe dadurch gekommen, daß der
Erdkundelehrer Studienassessor Gerhard Voigt aus Laatzen schon 1970 den
Iran im Rahmen einer geographischen Forschungsreise besuchte und so schon
viel aus diesem interessanten Teil der Erde berichten konnte. Nun, es
dauerte einige Zeit bis endgültig feststand, wer an dieser Reise teilnehmen
konnte. Terminschwierigkeiten, Krankheiten und anderes brachten die Planung
immer wieder durcheinander. So mußte zum Beispiel der Schüler Jörg Busch
aus Rethen eine Woche vor der Abfahrt zu einer Operation ins Krankenhaus.
Sieben Schüler der Oberstufe haben an der Planung
teilgenommen. Es waren außer Jörg Busch noch Harald Hopp aus Döhren, Klaus
Kräbber aus Waldheim, Peter Ronge aus Rethen, Michael Stolte aus der
Südstadt, Jens Trümper aus Laatzen sowie Claus Welter, der in der Innenstadt
Hannovers wohnt. Bei der Vorbereitung stand natürlich der geographische
Aspekt im Vordergrund. Landkarten und Fachliteratur wurden beschafft, und
man diskutierte die besonderen Probleme eines ‚unterentwickelten Landes
alter Kultur‘ (Bobek).
Die Vorbereitungen auf fachlichem Gebiet entspringen in
ihrer Anlage den neuen Vorstellungen über den Erdkundeunterricht in der
reformierten Oberstufe Die Idee, geographischen Unterricht mehr als zuvor
mit Geländepraxis zu verbinden, wird jetzt an der Bismarckschule konsequent
durchgeführt.
Die Fahrt geht durch Österreich, über Jugoslawien und
Griechenland zum ersten größeren Ziel: Istanbul. Schon hier beginnt auch die
fachliche Arbeit: Wesen und Wandlungen der orientalischen Stadt unter dem
immer stärker werdenden Einfluß des Westens zu beobachten und in Bild und
Bericht festzuhalten, Besonders interessant wird es dann für die Gruppe, im
weiteren Verlauf der Reise durch Anatolien und Zentraliran, gerade auch die
jüngsten Entwicklungen und Veränderungen seit Beginn der 70er Jahre zu
analysieren: beispielsweise die Landreform im Iran, der Reichtum durch das
Erdöl und somit die politische und wirtschaftliche Neubewertung des
vorderasiatischen Raumes.
NLP, Mittwoch, 3. Juli 1974, Seite 24
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Vorbereitungssitzung von
Reiseteilnehmern in der Wohnung von Gerhard Voigt in Laatzen 1974
(Scan aus dem Zeitungsdruck, daher drucktechnisch
nicht besonders gelungen. Die ursprüngliche Druckvorlage lag bei der
Web-Erstellung nicht mehr vor). |
Laatzener
Lehrer mit sechs Schülern auf Persienreise
Nach der
ersten Panne bei Kassel ging es zügig dem Ziel entgegen
LAATZEN/KONYA. Nach intensiver Planung brachen der
Laatzener Studienassessor Gerhard Voigt und die Schüler Jens Trümper aus
Laatzen, Peter Ronge aus Rethen sowie Jörg Busch aus Rethen, Harald Hopp,
Michael Stolte und Claus Welter aus Hannover kürzlich zu einer Studienfahrt
durch Persien auf. Aus Konya in der Türkei kommt der erste Bericht der
Reisegruppe:
Trotz gründlicher Vorbereitung einer Reise nach Persien
mit zwei VW-Bussen und sieben Teilnehmern – wir berichteten über unseren
Plan – ist das Risiko doch recht groß. Das merkten wir schon am ersten Tag,
als unser einer Bus mit defekter Kupplung auf der Autobahn bei Kassel mitten
in einer Baustellenverengung liegenblieb und nach Kassel geschleppt werden
mußte.
Am nächsten Tage sah es schon wieder sehr viel besser für
uns aus. Die Kupplung war ersetzt worden und es ging in zügiger Fahrt nach
Österreich. Wir erreichten sogar noch den letzten Zug der Autoverladung von
Mallnitz und waren gegen 23 Uhr bei Seeboden am Millstätter See. Ehe wir
jedoch eine Unterkunft gefunden hatten, mußte noch schnell eine Zündspule
ausgewechselt werden, die durchgebrannt war. Doch konnten wir
glücklicherweise noch zu so später Stunde das Grundstück eines Bekannten
eines unserer Fahrtteilnehmer, Klaus Kräbber, erreichen und so auf einer
Wiese mit idyllischem Blick – wie wir am Morgen sahen – über die Seebodener
Tallandschaft campieren.
Fahrt durch
den Balkan
In Jugoslawien wurden wir durch einen stundenlangen
Autostau im Berufsverkehr bei Zagreb zwar aufgehalten, konnten jedoch am
nächsten Tag die verlorene Zeit auf der fast leeren Talstraße zwischen
Belgrad und Skopje über das berühmte Amselfeld wettmachen. Obwohl wir
versuchten, durch die Wahl kurzer und schnell zu befahrender Strecken den
Zeitverlust unserer Kasseler Panne wettzumachen, konnten wir doch auf der
Fahrt durch Jugoslawien und Griechenland einige der brennenden Probleme
dieser Länder zum mindesten am Rande beobachten.
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Auf einem Campingplatz
in Südjugoslawien
(Scan aus dem Zeitungsdruck, daher drucktechnisch
nicht besonders gelungen. Die ursprüngliche Druckvorlage lag bei der
Web-Erstellung nicht mehr vor). |
Stadtchaos
und Landflucht
In allen Balkanländern wächst die Bevölkerung recht
schnell. Gleichzeitig werden durch Rationalisierung und Spezialisierung der
Landwirtschaft auf exportgünstige Produkte wie Obst und Tabak, zum Teil auch
Sonnenblumen, immer mehr Arbeitskräfte frei. Zwar versucht man mit
großzügigen Industrialisierungsprojekten der Arbeitslosigkeit oder
Unterbeschäftigung und der damit verbundenen Armut Herr zu werden, doch
fehlen vielfach noch die gesamtwirtschaftlichen und infrastrukturellen
Voraussetzungen für den Erfolg dieser Projekte. So ziehen immer mehr
Menschen an den Rand der großen Städte wie Zagreb und Belgrad oder auch
Saloniki in Griechenland, weil sie sich dort bessere Chancen für Arbeit
erhoffen.
Um das Entstehen völlig ungeordneter und damit sozial und
hygienisch unzumutbarer Slums zu vermeiden müssen die Städte schnellstens
Sozialwohnungsviertel errichten. Unter Zeitmangel und Finanznot entstehen
dabei Billigsthochhäuser, die den Stadträndern dieser Kommunen den auffällig
monotonen und dennoch oft erschreckend brutalen Gesamteindruck verleihen.
Soziale Probleme dieser Vorstädte sind ansteigende Kriminalität und oft eine
Verwahrlosung der Jugend, die den traditionellen Sozialbindungen des
Landlebens entzogen wurden.
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Istanbul, Vor der Hagia
Sophia:
"Einen guten Verlauf nimmt die Studienreise eines
Laatzener Lehrers mit Schülern der Bismarckschule durch die Türkei und
Persien. Wo die Gruppe auftaucht, kommt sie rasch mit Einheimischen
ins Gespräch." |
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Istanbul:
"Studienassessor Gerhard Voigt aus Laatzen (links) mit
einem Teil der Gruppe vor der Sultan-Achmet-Moschee."
(Scan aus dem Zeitungsdruck, daher
drucktechnisch nicht besonders gelungen. Die ursprüngliche
Druckvorlage lag bei der Web-Erstellung nicht mehr vor). |
Erlebnisse
in der Türkei
Fast noch deutlicher werden diese Erfahrungen in der
Millionenstadt Istanbul. Für den mitteleuropäischen Touristen drängt sich
jedoch zuerst einmal ein Teilproblem auf: der Straßenverkehr. Die
Überfüllung der Straßen dieser Stadt ist grotesk; gleichzeitig hat das
Fahrverhalten der Istanbuler nur wenig ähnliche Züge mit dem unserer
Großstädte, das heißt, das Chaos ist komplett. Natürlich machte es einigen
unserer führerscheinbesitzenden jungen Reiseteilnehmer Spaß, vielleicht
auch verbunden mit einem gewissen sportlichen Ehrgeiz, sich an die
Verkehrsgewohnheiten Istanbuls anzupassen. Und wir schafften es auch — was
nicht jeder Istanbulreisende von sich behaupten kann – die zwei Tage
unseres Aufenthalts in dieser Stadt ohne einen einzigen Kratzer an unserem
Wagen zu absolvieren.
Moderne und
Tradition
Während in Istanbul besonders die moderne Problematik im
Vordergrund stand, konnten wir bei unserem nächsten Reiseziel, Konya, sehen,
wie tief in der Geschichte das türkische Leben verankert ist. Die
Besichtigung der Grabmoschee Mevlana Djelladdin Rumis deutet auf eine
wichtige geistige Tradition nicht nur der Türkei, sondern des gesamten
islamischen Bereichs hin. Neben den großartigen naturwissenschaftlichen und
Zivilisatorischen Errungenschaften des islamischen Mittelalters, in vielem
Anreger unserer westeuropäischen Zivilisation, steht, auf die gleichen
geistigen Wurzeln zurückzuführen, die spekulative, sinnliche oder asketische
Tradition des islamischen Mystizismus – immer auf einer erstaunlich hohen
intellektuellen Stufe der Reflexion und Ausdrucksfähigkeit.
NLP: Donnerstag, 25. Juli 1974, Seite 3.
Laatzener
Lehrer und sechs Schüler nach Persien unterwegs
Der
Gouverneur reinigte die Windschutzscheiben
LAATZEN/GÖREME. Sehr erlebnisreich verläuft die
Studienreise eines Laatzener Lehrers mit sechs Schülern aus Laatzen und
Hannover. Heute schildert Studienassessor Gerhard Voigt, wie die Gruppe von
einem türkischen Gouverneur empfangen wurde und wie einer der Jungen auf
Käferjagd ging. Sein Bericht kommt aus der Gegend um Göreme/Nevsehir.
In den letzten Jahren hat sich die touristische Situation
in der zentralen Türkei wesentlich verbessert. Ein Vergleich mit einer
Reise 1970 zeigt besonders Verbesserungen des Verkehrsnetzes und der
Unterkunftmöglichkeiten. Das jedoch auch privates Engagement den Touristen
beeindrucken kann, zeigt der folgende Bericht.
Sultanhani, unsere Station bei Aksaray in der Provinz
Nigde ist eine zerfallene Karavanserei aus der Zeit der Seldschukenherrscher
an der alten transanatolischen Handelsstraße zwischen Mittelmeergebiet und
Asien. Hier übernachteten die Handelskarawanen, einzelne Reisende machten
hier Station.
Auf dem Weg von Konya nach Göreme sagten wir uns: Schauen
wir uns doch kurz die Ruine an, um uns dann einen Platz für die Mittagspause
zu suchen. Das Gebäude – ein großer Innenhof mit seitlichen Schlaf- und
Küchenräumen, Warenlagern und Wirtschaftsräumen in der Mitte eine kleine
Moschee für die regelmäßigen Gebete der Reisenden, an der Rückfront
mächtige, massive und daher kühle Stallungen für die Kamele – wird
augenblicklich restauriert, fast möchte man sagen: wieder aufgebaut. Man
will hier ein Museum einrichten.
Es blieb
nicht bei Tee
„Kommen Sie doch bitte in unser Touristenbüro zu einem
Glas Tee“, wurden wir begrüßt, als wir den Wagen auf dem staubigen Vorplatz
der Karvanserei abgestellt hatten. Und es blieb nicht bei einem Glas Tee.
Wir wurden gründlich informiert über die Geschichte des Bauwerkes und
hatten eine lange Unterhaltung mit dem Leiter des Touristenbüros, Herrn
Hamza Öztürk. Nach der gründlichen Besichtigung der Karawanserei stellte uns
Herr Öztürk den Raum seines Touristenbüros für unser improvisiertes
Mittagessen zur Verfügung.
Dieser Raum das wurde deutlich, ist durch viel eigene
Arbeit von einer Art Barackenraum zu einem ansprechenden Aufenthaltsraum
umgestaltet worden. Er dient nicht nur als Büro, sondern als Treffpunkt der
hier eintreffenden Reisenden. Und wieder wurde frischer Tee serviert. Als
wir baten, die kleine Küche zum Abspülen unseres Geschirrs benutzen zu
dürfen, ließ es sich Herr Öztürk nicht nehmen, beim Abwasch gründlich und
sachkundig mitzuwirken.
Aus unserem kurzen Abstecher nach Sultanhani war nun ein
vierstündiger Aufenthalt geworden, an den wir wohl immer gerne zurückdenken
werden. Als wir aber nach den Kosten für Eintritt und Tee fragten, wurden
wir energisch abgewiesen – er, Öztürk, sei schließlich nicht nur Leiter des
Touristenbüros, sondern Gouverneur und Landrat der Gegend; Bezahlung käme
nicht in Frage. Wir trugen uns noch in das Gästebuch ein, in dem in vielen
Sprachen das Lob der Gastfreundschaft in Sultanhani gesungen wurde.
Nach einem Austausch der Adressen und einem herzlichen
Abschied kam Herr Öztürk im letzten Augenblick, als wir schon in unsere
Wagen eingestiegen waren, mit einem Eimer Wasser zurück und wusch uns unsere
Windschutzscheiben – damit wir sicher weiterfahren konnten.
Nicht überall kann Touristik-Service so persönlich und
gastfreundschaftlich gepflegt werden wie bei Herrn Öztürk, das verbietet
schon der Massenverkehr der großen Touristenzentren. Doch überall spürt man
das Bemühen, die Türkei für den Tourismus zu erschließen. Moderne „Mocamps“
für den motorisierten Camper haben nichts mehr von der früher der Türkei
nachgesagten „Schmuddeligkeit“ an sich, sondern sind gepflegte, meist gut
ausgerüstete und dennoch sehr preiswerte Unterkunftsmöglichkeiten. Die
Straßen zu den Touristenzentren, besonders im westlichen Teil des Landes,
sind neu trassiert und asphaltiert und durchaus für den schnellen Verkehr
ausgebaut.
Diese Landschaft, das alte Kappadokien, konnten wir noch
ausgiebig durchstreifen und besichtigen. Aus den riesigen Ablagerungsflächen
von Tuffen und Laven des „Kappadokischen Olymps“ bei Kayseri hat die Erosion
phantastische Kerben und Täler, zuckerhutförmige Tuffkegel und Steilabfälle
herausmodelliert. In diese einzigartige ,,Mondlandschaft“ haben seit der
byzantinischen Zeit christliche Mönche auf der Suche nach der Einsamkeit für
ihre Meditationen, später auch auf der Flucht vor dem vordringenden Islam,
Höhlen in den weichen Tuff gegraben.
Jens auf
Käferjagd
Nicht nur die Besichtigung wichtiger kulturhistorischer
Denkmäler steht auf unserem Programm, sondern auch spezielle Hobbies.
„Jens!! hier ist einer!“ Das bezog sich auf einen dicken, schwarzen Käfer,
der sich gerade durch das Gras davonschleichen wollte. Gebannt beobachtet
unsere Gruppe wie sich Jens dem schwarzen Käfer nähert und ihn mit
schnellem, sicheren Griff in die hohlen Hand nimmt, ohne ihm auch nur einen
Fühler zu verletzen. Ein Wattebausch mit Chloroform in einem Einweckglas,
den Käfer vorsichtig hineinlassen und das Glas verschließen – und schon ist
wieder ein „Beutestück“ für die Heimreise verstaut,
Es lohnt sich hier im Orient auf die Kleinlebewelt zu
achten: Käfer und andere Insekten gibt es in Größen und oft auch in farbigen
Musterungen und auffallender Zeichnung, von denen man sich in Deutschland
kaum eine Vorstellung machen kann. Daß diese günstigen Lebensbedingungen
für Insekten natürlich auch die Zahl der uns Menschen unangenehmen Tiere
schlagartig erhöht, wird deutlich,, wenn man im Freien die Fliegen und
Mückenschwärme, in geschlossenen Räumen die Scharen von Schaben, Wanzen
und ähnlichem „Ungeziefer“ beobachtet. Daran muß sich der Orientreisende
gewöhnen, wie er sich an die ihm ungewohnten Temperaturverhältnisse erst
nach einiger Zeit voll einstellen kann.
NLP: Sonnabend/Sonntag, 27./28. Juli 1974, Seite 1
Gerhard
Voigt berichtet aus Tabriz
Auf Karl
Mays Spuren: Durchs wilde Kurdistan
LAATZEN/TABRIZ. Der türkisch-iranische Grenzraum
Azarbeidjan und Kurdistan ist seit Vorzeiten Durchzugsraum für Reisende und
ganze Völkerstämme zwischen Zentralasien und dem Mittelmeergebiet. Doch war
diese Landschaft bis vor kurzer Zeit nur unter größten Strapazen und
Gefahren zu durchqueren. Aus dieser wildromantischen Gegend kommt der
heutige Bericht des Laatzener Studienassessors Gerhard Voigt, der sich mit
sechs Schülern aus Laatzen-Rethen und Hannover auf einer Studienreise durch
die Türkei und Persien befindet.
Paßfahrten in Ostanatolien sind immer ein besonderes
Erlebnis. Bevor der Reisende die iranischen Hochflächen, in denen große
Städte wie Teheran und Tabriz oder Esfahan liegen, erreicht, durchquert er
eine fast „treppenartig“ ansteigende Folge von Beckenlandschaften und
großen, eingetieften Talbereichen, wie die des oberen Euphrat (Furat).
Nachdem wir die mittelanatolischen Hochflächen, die oft völlig eben und nur
in der Ferne von Gebirgsketten gesäumt erscheinen, durchquert hatten – wir
berichteten schon aus Konya darüber –, kamen wir in der Gegend von Sivas
wieder ins Gebirge.
Uralte
Kulturspuren
In der zentralen Türkei siedelten Menschen schon lange
bevor die heutigen Türken das Land eroberten. Bei Kayseri konnte die
Ausgrabungsstätte des hethitischen Kültepe – oder wie es in der Antike
genannt wurde: Kanesch – besichtigt werden. Die Archäologen der Universität
Ankara geben sich viel Mühe, die verschütteten Spuren der oft nur aus leicht
zerfallenden Lehmziegeln errichteten Häuser, Paläste und Kulturstätten
freizulegen. Sieben übereinander liegende Fundamentschichten konnten so
ausgegraben, vermessen und dokumentiert werden. Dabei wurde eine
überraschende Entdeckung gemacht: Das Grabungsfeld von Kültepe umfaßt zwei
unterschiedliche, direkt aneinanderstoßende Siedlungsteile, die bei
genauerer Betrachtung deutlich verschiedene bauliche und strukturelle Züge
aufweisen. Es konnte entschlüsselt werden, daß es sich bei der neu
entdeckten Siedlung neben Kanesch um die gleichaltrige assyrische
Handelskolonie mit dem antiken Namen Carum handelt.
Trockenheit
und Hitze
Wir fahren weiter in den Osten. Die ersten Pässe, über
die die Europastraße nach Sivas–Erzurum–Iran führt, sind leicht zu
bewältigen. Die Landschaftsform wird schroffer, der Wald tritt immer mehr
zurück. auch der Ackerbau muß langsam der reinen Weidewirtschaft weichen.
Hier beginnen die eigentlichen Problemgebiete der Türkei.
Weder das osmanische Sultanat vor dem ersten Weltkrieg, noch die türkische
Republik seit den Reformen Atatürks seit den zwanziger und dreißiger Jahren
haben es vermocht, die zum Teil noch nomadisch oder zum mindesten
halbnomadisch lebenden Bewohner Ostanatoliens in Staat und Wirtschaft zu
integrieren. Wirtschaftliche Not und kaum vorstellbare Armut stehen einem
bewußten und unbeugsamen Festhalten der Bevölkerung an überkommenden
Lebensformen gegenüber.
Orientalische Ruhe
Ohne Kudistan tatsächlich bereist zu haben, hat Karl May
mit seinem Bericht über die abenteuerliche Durchquerung Kurdistans zum
erstenmal eine breitere Öffentlichkeit an diesem Raum interessiert. Von all
den Gefahren sind für den modernen Touristen nur noch die Beschwerlichkeiten
einiger nicht asphaltierter Gebirgspässe die nicht nur an den Fahrer einige
Anforderungen stellen, sondern auch den Wagen arg strapazieren. Dennoch
bewältigten wir die Strecken ohne Panne.
Die Grenzabfertigung unserer beiden Wagen erfolgte an der
türkisch-iranischen Grenze nach meinen eigenen Orienterfahrungen zu
urteilen recht zügig und zuvorkommend. Dennoch mußte einige Zeit in den
beiden Abfertigungsgebäuden verbracht werden. So waren die übrigen
Teilnehmer, die das Gebiet zum ersten Male bereisten schockiert über die
„orientalische Ruhe“ mit der die Grenzbeamten ihren Dienst versahen –
verschärft durch eine Überbürokratisierung mit Formularen und Stempeln.
Überhaupt bereitet diese Reise allen Teilnehmern einige
Anpassungsschwierigkeiten, sowohl an die veränderten äußeren
Lebensumstände zwischen fahren und campen, als auch an das Zusammenleben auf
engstem Raum mit den übrigen Gruppenmitgliedern. Latente Konflikte, die sich
aus unterschiedlicher Mentalität und unterschiedlichen Interessen ergeben,
kommen leichter zum Ausbruch als in heimatlich-gewohnter, distanzierterer
Umgebung. Doch bisher konnte die Gruppe diese Probleme, die wohl bei jeder
solcher Fahrt auftreten, noch immer gut meistern. Besonders die im Orient
erforderliche Geduld mit den Umständen und den Menschen ist nicht die Sache
jedes jungen Menschen aus Europa. Erst langsam wird deutlich, mit wieviel
Menschlichkeit diese scheinbaren „Mängel“ des Orients in Wirklichkeit
aufgewogen werden.
NLP: Donnerstag, 1. August 1974, Seite 1
Gerhard
Voigt berichtet aus Gorgan
Für fünf
Mark machten fünf Mechaniker den Wagen wieder flott
LAATZEN/GORGAN. Nicht so erfreulich wie bisher der größte
Teil der Persienreise des Laatzener Studienassessors Gerhard Voigt und
seiner sechs Schüler aus Laatzen-Rethen und Hannover umfassenden Gruppe
verlief eine Etappe im Nordostiran, die wir heute wiedergeben. Nach der
Panne bei Kassel – wir berichteten darüber – traten hier gleich mehrere
Ärgernisse auf, die aber die jungen Reisenden selbstverständlich nicht
entmutigen konnten.
Tabriz, die Hauptstadt der nordwestpersischen Provinz
Azerbeidjan und zweitgrößte Stadt des Irans mit einem erstaunlichen
industriellen Wachstum in den letzten Jahren, besichtigten wir an einem
Freitag, dem islamischen „Sonntag“. Das Leben einer persischen Stadt kommt
an diesen wöchentlichen Ruhetag zwar nicht ganz zu erliegen – auch einige
Läden bleiben geöffnet – doch alle wichtigeren Stellen haben ihren Ruhetag,
wie bei uns am Sonntag.
Regen im
persischen Sommer
Schon nach unserem Grenzübertritt bei Maku empfing uns
der erste iranische Regenschauer – für Persien im Juli eine gänzlich
ungewöhnliche Erscheinung, vielleicht aber noch durch die Höhenlage von über
1000 Meter im Gebirge zu „entschuldigen“. Doch das Wetter blieb weiter
regnerisch und die Luft feucht, ein Phänomen, das, wie man uns sagte, schon
seit Jähren nicht mehr aufgetreten ist.
Das schlechte \Vetter bekamen wir insbesondere bei der
Überquerung des Elburzgebirges über Ardebil nach Astara zu spüren. Die nicht
asphaltierten Straßen der beiden Pässe, die bis auf 2700 Meter ansteigen,
waren aufgeweicht und glitschig, besonders in den engen Kurven und
Steilstellen, darüber lag in den höheren Lagen eine dichte Nebeldecke mit
Sichtweiten teilweise unter zehn Metern.
Ein erster Unfall ereignete sich in Ardebil. Wir sind
zwar schon orientalische Verkehrsverhältnisse und unbedachte
Verhaltensweisen gewohnt und auf schnelle Reaktionen eingestellt; doch wenn
ganz plötzlich ein junger Mann vor den einen unserer Wagen springt, nutzen
auch gute Bremsen nichts. Er wurde von der Stoßstange erfaßt und zu Boden
geworfen. Doch er kam mit dem Schrecken davon; da er dann noch den
versammelten Zorn persischer Auto- und Busfahrer für sein unbedachtes
Verhalten auf sich zog, verschwand er, zwar schimpfend aber doch recht
schnell um die nächste Ecke.
Daß im übrigen am gleichen Tage auch ein Hund auf der
Landstraße überfahren wurde, ist für persische Verhältnisse nichts
Besonderes. Kein Mensch kümmert sich hier um die überfahrenen Hunde, die
meist sowieso halbwild leben.
Kaum waren wir dann glücklich über das Gebirge in Astara
an der iranisch-sowjetischen Grenze angekommen, folgte die nächste Panne:
der andere Bus blieb mit Kabelschaden und dem damit verbundenen Ausfall der
gesamten elektrischen Anlage von der Zündung bis zur Beleuchtung liegen.
Als wir versuchten, den Schaden genauer zu lokalisieren
und gerade zu der Überzeugung gelangt waren, daß wir mit Bordmitteln hier
nicht viel ausrichten könnten, hielt neben uns ein großer Mercedes. Einer
der Insassen fragte uns in Englisch, ob wir Hilfe brauchten. Als wir unsere
Situation geschildert hatten, meinte ein anderer der vier in ausgezeichneten
Französisch, seinem Verhalten nach offensichtlich der „Boß“, er könne uns
helfen und wir sollten ihm folgen. Wir nahmen den Havaristen in Schlepp, und
er geleitete uns zu einer ganz kleinen Werkstatt in Astara. Auch dort hatte
seine Anordnung Gewicht: Man ließ alles andere stehen und begann sofort mit
der Reparatur und hatte tatsächlich den Wagen in einer halben Stunde wieder
flott. Kurz vor Ende der Reparatur kamen die vier noch einmal vorbei.
Kaum war ihr französischsprechender Boß – wir nannten ihn
nachher dankbar respektlos den „Dorfscheich von Astara“, da er
offensichtlich aus einer der führenden Familien stammen mußte, nach
Auftreten und Bildung zu urteilen –, kaum war er also wieder in Sicht, ging
eine nahezu hektische Aktivität durch die Werkstatt Fünf Mechaniker
arbeiteten gleichzeitig an unserem Wagen, und da der „Boß“ gesagt hatte, in
fünf Minuten wäre der Wagen fertig, war der Wagen auch in fünf Minuten
fertig. Die Reparatur kostete umgerechnet etwa fünf Mark – und dann wurden
wir noch ernsthaft gefragt, oh es uns nicht vielleicht zu teuer wäre! Danke.
Dorfscheich von Astara!
Gorgan im
Regen
Wir konnten nun abends doch noch die Hafenstadt Bandar
Pahlavi erreichen und fanden zur späten Stunde noch einen recht gut
ausgerüsteten Campingplatz direkt am Ufer des Kaspisees. Am nächsten Tage
führte uns die Fahrt dann die ganze Küste entlang bis in die erste Provinz
Nordostirans, Gorgan.
Der ungewöhnliche Regen in Gorgan war so stark gewesen,
daß ein kleiner Bach neben dem Campingplatz über die Ufer getreten war, und
alles unter Wasser stand. Sogar die Zufahrten waren so aufgeweicht, daß sie
unpassierbar geworden waren. Ein solches Wetter hat der Iran im Juli seit
Jahrzehnten nicht mehr erlebt. Wir mußten uns so, etwas außerhalb der
Ortschaften einen halbwegs trockenen Behelfscampingplatz suchen und unsere
Zelte in der Dunkelheit aufstellen, froh darüber, überhaupt noch
untergekommen zu sein.
NLP: Dienstag, 6. August 1974, Seite 3
Bei dieser
Reiseetappe gab es eine böse Überraschung.
Ein Wagen
blieb als Schrott im Iran zurück
LAATZEN/TEHERAN. Pistenfahrten, Alltägliches im
persischen Fahreralltag, haben etwas Heimtückisches: kleine Defekte, wie sie
an einem alten Wagen immer mal wieder auftreten können, werden zu spät
bemerkt und ziehen weitere Schäden nach sich. Diese Erfahrung mußte der
Laatzener Studienassessor Gerhard Voigt mit seiner sechs Schüler umfassenden
Gruppe machen. Die Reise der jungen Leute aus Laatzen, Rethen und Hannover,
über die wir bereits mehrfach berichteten, nahm eine Wende, die niemand
voraussehen konnte.
Der Tag begann eigentlich in recht guter Stimmung, wenn
auch reichlich übermüdet, was das Interesse an dem großartigen Grabturm von
Gunbad-e-Kabus reichlich minderte. Doch nun ging es ja in Richtung Teheran,
hin zum guten, trockenen Wetter, hin zu den gut befahrbaren Straßen, hin zu
zivilisierteren Verhältnissen – wie wir meinten. Doch das einschneidendste
Erlebnis stand uns erst noch bevor
Paßfahrt im
Nebel
Die Strecke von Gorgan nach Shahrud ist nicht besonders
häufig befahren, besonders nicht von Touristen, die entweder der
Küstenstraße nach Teheran über den Paß von Chalus folgen oder direkt in den
Osten nach Meshed und Afghanistan weiterfahren. Die Querverbindung bleibt so
ziemlich unbeachtet, obwohl diese Strecke zu den Hochflächen über die
Ausläufern des Elbrus zum Kopet-Dagh-Gebirge hin landschaftlich besondere
Reize birgt, wegen derer wir diesen Weg ja auch gewählt hatten.
Voigt saß während dieser Strecke im ersten Wagen, den
gerade turnusmäßig Klaus Kräbber lenkte und war erfreut und überrascht, mit
welcher Ruhe er alle kritischen Fahrsituationen meisterte. Besonders
unangenehm war der dauernde Nieselregen, der die Lehmpiste in eine einzige
„Rutschbahn“ verwandelt hatte. In der Paßhöhe, die wieder bei etwa 3000
Metern lag, gelangten wir in ein ausgedehntes Wolkenfeld und mußten fast
ohne Sicht im Schrittempo fahren.
Erstaunlich ist immer wieder der Eindruck den eine
Paßfahrt hervorruft wenn der Gebirgskamm gleichzeitig Wetterscheide ist; in
unserem Fall markiert die Paßhöhe sogar abgezirkelt scharf die Grenze
zwischen dem subtropisch-feuchten Kaspigebiet und der riesigen Wüstenzone
Innerpersiens. Auf wenige Meter genau konnten wir diese Grenze auf der
Paßhöhe beobachten: plötzlich endete der Nebel und der Blick weitete sich
über ein leicht abfallendes Hochplateau mit fast alpiner Mattenvegetation,
über das nur noch einige, vom Wind mitgerissene, sich rasch auflösende
Nebelfetzen getrieben wurden
Die Talfahrt abwärts nach Shahrud verlief problemlos auf
gut asphaltierten Straßen, so daß wir uns schon beinahe in Teheran wähnten
und uns Zeit ließen, die umgebende Landschaft mit ihren beginnenden
Wüstenböden, die am Horizont in weißen Streifen in die Ausläufer der
riesigen Salzflächen der großen Kawir übergehen, zu betrachten. Zwei
menschliche Bauwerke interessierten uns besonders: einmal ein unterirdischer
Bewässerungskanal, ein Qanat, der in etwa 40 Metern Tiefe, vom Gebirgshang
kommend, unter der Straße hindurch zu einer mehrere Kilometer entfernten
Oase führt und sie mit frischem Wasser versorgt. Zum anderen erhob sich
dicht bei der Straße ein alter Totenturm der Zarathrustra-Anhänger, denen
es ihre Religion verbietet, die Toten der Erde zu überlassen, und die darum
früher ihre Verstorbenen auf künstlichen Lehmbergen, welche mehrfach
ummauert waren, aussetzten und sie dem Fraß der Geier überantworten.
Getriebeschaden
Nach Shahrud begann wieder eine lange Pistenstrecke, eine
„Wellblechpiste“. So wurden Fahrgestell und Wagenkasten einer
langandauernden und brutalen „Vibrationsmassage“ ausgesetzt, bei der sich
alle Teile lösten, die sich nur irgend lösen können. Der Anfang vom Ende des
einen Wagens war, daß sich auch die Schrauben vom Getriebegehäuse lösten
und das Getriebeöl ausfloß. Das Getriebe lief heiß, und die Schaltung wurde
immer weniger exakt führbar. Daß der Schaltvorgang schwieriger wurde, Gänge
klemmten oder gar während der Fahrt heraussprangen, hätte auf glatter
Strecke eindeutiges Warnsignal sein können: bei Pistenfahrten geschieht es
jedoch oft auch bei intakten Getrieben. So verschlimmerte sich der Schaden
so weit, daß das Schalten unmöglich wurde und bei eingelegtem Gang die
hinteren Räder blockierten, weil die Zahnräder des Getriebes sich unlösbar
verkeilt hatten. Auch der Versuch eines hilfsbereiten Lastwagenfahrers, der
sich bemühte, wenigstens einen provisorischen fahrbereiten Zustand des
Getriebes herzustellen, schlug wegen der Schwere des Schadens fehl.
So mußten wir nun den Wagen über 200 Kilometer bis
Teheran abschleppen. Daß uns dabei nur ein Abschleppseil riß, ist fast
schon als Wunder zu bezeichnen. Doch war es keine angenehme Fahrt: etwa acht
Stunden Fahrzeit benötigten wir für die Strecke. Wir übernachteten noch
einmal vor Teheran im Gelände und stellten dann am nächsten Morgen fest, daß
durch die Pistenschleppfahrt Vorderachse, Lenkung und Bremsen schwer
gelitten hatten.
In Teheran ließen wir den Havaristen erst einmal am
Stadtrand stehen, um den Campingplatz zu suchen, die verschiedenen
Informationen über den formalen Gang der zollamtlichen Löschung zu sammeln
und das Gepäck zu verstauen. Abends schleppten wir den Wagen dann in
abenteuerlicher Fahrt durch den chaotischen Stadtverkehr der persischen
Hauptstadt – viel schlimmer noch als in Istanbul – bis zum Hauptzollamt, das
wir auch erst nicht fanden, so daß wir während der Hauptverkehrszeit auf
einer belebten Ausfallstraße einen defekten Wagen schiebend wenden mußten.
Kurz vor der Einfahrt zum Zollamt riß uns noch das zweite Abschleppseil,
doch schnell geknotet hielt es noch die letzten hundert Meter. – Doch: das
Hauptzollamt hatte schon zu. Wir ließen den Wagen neben dem Einfahrtstor
stehen und fuhren erst einmal zum Campingplatz zurück. Am nächsten Morgen
konnten wir dann endlich alle Formalitäten, wie Löschung im Paß und im
Carnet, zwar zeitraubend, aber endgültig, hinter uns bringen und den Wagen
dem iranischen Zoll zur Verschrottung dalassen. Jetzt muß er nur noch nach
unserer Rückkehr abgemeldet werden.
Weitere
Pläne
Es ergab sich jetzt notgedrungen die Frage nach dem
weiteren Ablauf der Reise mit nur noch einem Wagen. Hier ergaben sich dann
in der Gruppe zwei divergierende Vorstellungen: Drei Teilnehmer meinten, daß
ein wesentlicher Teil der Reiseziele schon erfüllt sei, und daß nach einer
etwas ausgiebigeren Beschäftigung mit Teheran die Heimreise angetreten
werden konnte, während die übrigen vier nicht gerne auf eine kurze Rundreise
durch die Südprovinzen Isfahan und Schiras verzichten wollten. So kam man
dann zu der Lösung, daß Klaus Kräbber, Peter Ronge und Jens Trümper nach
Abschluß der Teheranbesichtigung die Heimreise mit Bus und Bahn durch die
Türkei antraten, während die übrigen vier mit dem verbliebenen Bus vor dem
Verlassen des Iran noch die Rundfahrt Isfahan, Schiras und Erdölprovinzen
am Persischen Golf unternehmen wollten.
NLP: Mittwoch, 14. August 1974, Seite 2
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