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Gerhard Voigt:
Physisch-geographische
Grundlagen des Lebensraumes zwischen Zagros-Gebirge und Küste des
Persischen Golfes - Tafeln
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Tafel 27
Übersicht 2
Morphologie

Entstehung von Transversaltälern
im Zagros (nach Oberlander)
Vier Phasen der Reliefgenese A
bis D
Morphologische Erläuterungen
siehe:
Materialien zu Tafel 27,
nachgestellt
Quelle: Oberlander, in: Fisher,
C.H.I., (10), p. 208
Materialien zu Tafel 27
Erläuterung der vier
Blockdiagramme von Oberlander zur Relief-Genese der Transversaltäler aus:
Fisher, C.H.I., (10), a.a.O., p. 208. (Aus dem Englischen)
„Generalisierte
Evolution des transversalen Abflussnetzes, verbunden mit Reliefumkehr im
einfachen Faltungssystem
-
Die Antiklinien sind in der
Anfangsphase der Abtragung abgedeckt. Die Hauptabflusslinien folgen den
Strukturlinien. Täler im Antiklinalbereich vergrößern sich durch
Klippenrezession, welche beherrscht ist von Abtragungslinien, die den
oberen Kalkstein (schwarz) an der Basis untergraben
-
In den sich ausdehnenden
Antiklinaltälern verstärkt sich die Ausräumung im weichen Material,
wobei die älteren, konsequenten Flüsse unterschnitten werden und
verbundene subsequente Täler hervorbringen, welche eingenommen werden
von Flüssen, die mehr nach der Petrographie als nach der tektonischen
Struktur ausgerichtet sind. Weiche Materialien sind von hinreichender
Mächtigkeit, so dass sich beieinander liegende Becken verbinden können,
bevor die ersten Zentren des harten Untergrundmaterials freigelegt
worden sind.
-
Anhaltende starke Erosion
bewirkt die volle Reliefumkehr. Überreste des weichen Materials
verbleiben jenseits des Höhenzuges (links) und sind entwässert durch
abgesonderte, hindurchfließende, subsequente Ströme, welche transversal
zur Faltungsrichtung verlaufen. Streifen des harten Gesteins beginnen in
den Zentren jener antiklinalen Basins zu erscheinen, in denen die volle
Mächtigkeit des weichen Materials ausgeräumt worden ist. Die Synklinale
(rechts) ist immer noch intakt und behält ihr Funktion als Sammler der
Entwässerung.
-
Weitere Hebung und Abtragung
lassen die antiklinalen Bergformen wieder erscheinen, während sie von
der Masse des weichen Ablagerungsmaterials, welches die resistenten
Untergrundformen bedeckt hatte, durch Erosion entkleidet werden.
Transversale, subsequente Ströme legen sich über die Rücken der harten
Gesteinsgewölbe und produzieren Transversalschluchten quer durch die
antiklinalen Höhenzüge. Der langgestreckte Sattel (links), welcher nicht
hinreichend mit leicht erodierbarem Material bedeckt war, um eine
vollständige Reliefumkehr durchgemacht zu haben, beginnt mit der
Bloßstellung tieferer resistenter Formationen. So ist dieser Höhenzug
nicht von der autogenen transversalen Entwässerung durchgeschnitten.“
Vergl.: 2.62 Die
Transversaltäler in der Theorie von Oberlander, p. 42
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